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Allgäu

Motorradtouren im Allgäu

Strecken-Achsen und fertige Touren mit GPX-Route – alles zum Fahren.

Fertige Touren mit Karte und GPX-Route

Sechs Runden, jede mit Karte zum Nachfahren.

Allgäuer-Kurven-Delikatessen

Allgäuer-Kurven-Delikatessen

Kurven, die richtig begeistern, weite grüne Hö­hen, ein­same Bade-Seen mit kristallklarem Wasser und die traumhafte Berg­­­welt der Allgäuer Al­pen.

Rund ums Ammergebirge

Rund ums Ammergebirge

Diese Traumtour in Martinszell und führt zunächst über Sonthofen und Hindelang nach Oberjoch. Gerade auf dem letzten Teilstück dieser Strecke warten ganz schicke Kurven.

Östliches Alpenvorland – Oberbayern
300 km

Östliches Alpenvorland – Oberbayern

Diese Etappe der Treffen-Routen führt nach Oberbayern ins östliche Alpenvorland.

Motorrad-Guide Allgäu-Arlberg & Co. - Traumstraßen in den Nord-Alpen

Motorrad-Guide Allgäu-Arlberg & Co. - Traumstraßen in den Nord-Alpen

Im Allgäu fangen – zumindest von Norden her gesehen – die Alpen an. Gerade für Zweiradfans aus der Mitte oder dem Süden Deutschlands lässt sich dieser herrliche Landstrich mit seinen tollen Motorradstrecken schnell erreichen.

Allgäu - Bodensee - Allgäu

Allgäu - Bodensee - Allgäu

Am Nordrand der Alpen entlang führt unsere Tour über Deutschlands höchsten Pass, ein Stück durch den Bregenzerwald, hinunter zum Bodensee und dem Schwäbischen Meer.

Unterallgäu Von Burgen, Fugger und Kneipp

Unterallgäu Von Burgen, Fugger und Kneipp

Die Summe der vielen kleinen Burgen sucht im Unterallgäu ihresgleichen. Dazu stellen wir schnell fest, dass die Strecke zum Kurvenwedeln geradezu herausfordert.

Fünf fertige Tagesrunden für eine Woche im Allgäu

Die folgenden fünf Rundkurse decken die Höhepunkte der Region ab und lassen sich gut zu einer Woche kombinieren. Alle Angaben sind Richtwerte; je nach Standort, Pausen und Verkehr ändern sich Strecke und Zeit.
Runde 1: Oberjoch und Tannheimer Tal:
  • Verlauf: Von Sonthofen über Bad Hindelang hinauf über die kurvenreiche Jochstraße zum Oberjochpass, weiter ins Tannheimer Tal mit Haldensee, dann über Tannheim zurück Richtung Pfronten und Nesselwang ins Allgäu.
  • Länge und Zeit: rund 100 bis 120 km, etwa ein halber bis ganzer Tag mit Pausen.
  • Highlight: die Spitzkehren der Jochstraße und das weite, hochgelegene Tannheimer Tal.
  • Einkehr: Gasthäuser in Bad Hindelang, Oberjoch und im Tannheimer Tal rund um den Haldensee.
Runde 2: Königsschlösser-Runde:
  • Verlauf: Von Füssen über die B17 nach Schwangau zu den Königsschlössern und zum Alpsee, weiter am Forggensee und Hopfensee entlang, optional über Steingaden zur Wieskirche und zurück nach Füssen.
  • Länge und Zeit: rund 80 bis 110 km, gut ein Tag, wenn ein Schloss- oder Kirchenbesuch eingeplant wird.
  • Highlight: Neuschwanstein und Hohenschwangau über dem Alpsee, dazu die Wieskirche als UNESCO-Welterbe.
  • Einkehr: Gasthäuser in Hohenschwangau, am Hopfensee und in Füssen.
Runde 3: Hochtannberg und Bregenzerwald-Grenze:
  • Verlauf: Von Oberstdorf oder Sonthofen Richtung Warth und über den Hochtannbergpass (rund 1676 m) nach Schröcken in den Bregenzerwald in Vorarlberg, Rückweg über das Lechtal Richtung Allgäu.
  • Länge und Zeit: rund 130 bis 160 km, ein voller Tag.
  • Highlight: der gut ausgebaute, flüssig zu fahrende Hochtannbergpass mit weiten Panoramablicken.
  • Einkehr: Gasthäuser in Warth, Schröcken und im Bregenzerwald.
  • Hinweis: Der Hochtannbergpass kann im Winter und bei starkem Schneefall kurzfristig gesperrt sein.
Runde 4: Riedbergpass und Kleinwalsertal:
  • Verlauf: Von Fischen über Obermaiselstein hinauf über den Riedbergpass nach Balderschwang, mit Abstecher über Oberstdorf zur Breitachklamm und ins Kleinwalsertal (Anschluss über die B19 Richtung Walserschanz).
  • Länge und Zeit: rund 90 bis 120 km, ein Tag mit Klamm- und Höhlenbesuch.
  • Highlight: der höchste Straßenpass Deutschlands mit Rampen bis 16 Prozent und die Breitachklamm.
  • Einkehr: Gasthäuser in Balderschwang, Obermaiselstein und Oberstdorf.
  • Hinweis: steile Rampen, in den Kehren auf Gegenverkehr und Splitt achten; Lärmdisplays am Passfuß beachten.
Runde 5: Westallgäu und Lindau am Bodensee:
  • Verlauf: Von Oberstaufen über die B308 Richtung Lindau an den Bodensee, mit Abstecher nach Scheidegg zu den Scheidegger Wasserfällen und dem Skywalk Allgäu, zurück über die sanften Hügel des Westallgäus.
  • Länge und Zeit: rund 110 bis 140 km, ein entspannter Tag.
  • Highlight: der Wechsel von Voralpenland zum Bodensee und die Wasserfälle in der Rohrachschlucht.
  • Einkehr: Cafés und Gasthäuser in Scheidegg, Oberstaufen und in Lindau am Hafen.
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Alpenpässe im Allgäu

Oberjoch-Pass
Alpenpass1178 m

Oberjoch-Pass

Riedberg Pass
Alpenpass1407 m

Riedberg Pass

Höllritzer Alpe
Alpenpass1443 m

Höllritzer Alpe

Die schönsten Alpenpässe im Allgäu – mit Höhen, Streckencharakter und Maut-Hinweisen auf der eigenen Pässe-Seite.Alle Alpenpässe im Allgäu ansehen

Balderschwang, der Riedberg und das Kleingedruckte bei „ganzjährig befahrbar"

Der Riedbergpass gilt als höchster ganzjährig mit dem Kraftfahrzeug befahrbarer Straßenpass Deutschlands, mit dem höchsten Punkt der Straße bei rund 1406 Metern. „Ganzjährig befahrbar" ist dabei ein Verwaltungsstatus, kein Versprechen für den einzelnen Tag. Gerade weil der Pass so hoch liegt, ist er die erste Allgäuer Strecke, die bei einem frühen oder späten Wintereinbruch dichtmacht. Wer in der Rand-Saison im April und Mai oder im Oktober und November unterwegs ist, sollte einen Neuschnee-Morgen einkalkulieren und die Lage vor der Tour prüfen, statt sich auf das Etikett zu verlassen.

Markt Nesselwang
Markt Nesselwang

Was das praktisch bedeutet, zeigt Balderschwang. Das Dorf liegt auf gut 1000 Metern und zählt zu den höchstgelegenen Gemeinden Deutschlands – und seine einzige ganzjährige Straßenverbindung ins übrige Bundesgebiet führt über den Riedbergpass. Die andere Talausfahrt läuft nach Westen über die Grenze in den österreichischen Bregenzerwald. Ist der Pass gesperrt, erreicht man Balderschwang von der deutschen Seite also gar nicht mehr; der Weg führt dann über Österreich.

Für die Tourenplanung heißt das: Wer den Riedberg fest in eine Runde einplant, braucht in der Rand-Saison einen Ersatzweg im Kopf. Das ist entweder der weite Bogen über Sonthofen und das Illertal oder die Schleife durch den Bregenzerwald – beides kostet Zeit und im österreichischen Fall unter Umständen eine Vignette. Im Hochsommer stellt sich die Frage kaum; in den Übergangsmonaten entscheidet sie über die Route.

Nach Österreich ohne einen einzigen Pass – Kleinwalsertal und Jungholz

Zwei Stücke Österreich hängen fahrtechnisch am Allgäu, ohne dass man dafür einen Berg überqueren müsste. Das Kleinwalsertal mit Riezlern, Hirschegg und Mittelberg gehört zu Vorarlberg, ist mit dem Fahrzeug aber ausschließlich von Oberstdorf aus über die Walserschanz erreichbar – auf einer Talstraße, nicht über eine Passhöhe. Jungholz gehört zu Tirol, hängt aber nur an einem einzigen Bergpunkt am übrigen Österreich und wird deshalb von bayerischer Seite über Wertach angefahren. Beide sind funktionale Enklaven: österreichischer Boden, den man nur durch Deutschland erreicht.

Spätsommer in Kierwang
Spätsommer in Kierwang

Fahrerisch folgt daraus dasselbe Muster wie am Ende jeder Sackgasse. Es gibt keine Durchgangsstrecke – wer hineinfährt, fährt dieselbe Straße wieder hinaus und sollte das Tal in der Kilometer- und Zeitrechnung doppelt ansetzen. An schönen Sommerwochenenden trägt vor allem das Kleinwalsertal viel Ausflugsverkehr; ein früher Start nimmt den größten Teil des Gedränges am Taleingang aus der Fahrt.

Die Maut-Frage ist in diesen Tälern die angenehme Ausnahme: Man steht auf österreichischem Boden, kommt aber in aller Regel ohne Vignette hin, weil die Zufahrten als mautfreie Talstraßen ausgewiesen sind. Erst wer weiter ins österreichische Hauptnetz aus Autobahnen und Schnellstraßen fährt, braucht die Vignette, und auf einzelnen Tiroler Alpenstraßen kommt eine gesonderte Maut dazu. Die Allgäuer Pässe selbst, Riedberg wie Oberjoch, sind durchweg kostenfrei. Weil sich solche Regelungen ändern können, gilt für die Zufahrten: vor der Tour kurz prüfen.

Oberjoch: ein Pass, den man am besten hinauffährt

Motorradtreff in Obergünzburg
Motorradtreff in Obergünzburg

Die Jochstraße auf das Oberjoch trägt ihren Ruf als kurvenreichster Passaufstieg Deutschlands zu Recht, doch eine Eigenheit steht selten dabei: Sie ist ein einseitiger Anstieg. Die 106 gezählten Kehren staffeln sich nahezu vollständig auf der deutschen Rampe aus dem Ostrachtal bei Bad Hindelang. Oben, auf rund 1178 Metern, weitet sich ein Hochtal, und zur österreichischen Seite fällt die Straße ins Tannheimer Tal nur noch flach ab. Der eigentliche Genuss liegt damit auf der Auffahrt, nicht auf einer Abfahrt jenseits der Passhöhe.

Daraus ergibt sich eine einfache Regel für die Routenlegung: die Spitzkehren bergauf nehmen, nicht bergab. Im Anstieg lässt sich der Rhythmus sauber setzen; bergab im Wochenend-Konvoi hinter Wohnmobilen zerfällt er. Wer das Oberjoch als Wende- und Pausenpunkt begreift und für den Rückweg eine andere Linie wählt – über das Tannheimer Tal und den Gaichtpass oder über Pfronten zurück ins Allgäu –, fährt die Straße von ihrer besten Seite. Die tagesaktuelle Verkehrs- und Baustellenlage lohnt vorab einen Blick.

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